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Aloe Vera - Phytomedizin aus der Wüste Aloe Vera (Synonym: Aloe barbadensis Miller) ist eine kakteenähnliche Pflanze und zählt zur Familie der Liliaceae. Die Gattung Aloe umfasst 360 Arten. Die ursprüngliche Heimat ist unbekannt, möglich erscheinen der Sudan und die arabische Halbinsel. Heute findet sie sich kultiviert und verwildert in Nordafrika von Marokko bis Ägypten, im Nahen Osten, im gesamten Mittelmeerraum, auf Madeira, den Kapverden und den Kanarischen Inseln. Angebaut wird die Aloe Vera auf den Niederländischen Antillen, an den Küstengebieten von Venezuela sowie den subtropischen Regionen der USA und Mexikos. Prinzipiell muss zwischen zwei Aloe-Produkten unterschieden werden: Gel und Latex, letzterer oftmals auch nur Aloe Saft genannt. Aloe Vera Gel ist ein visköser Schleim von Heteropolysacchariden, der aus den inneren Blattkompartimenten gewonnen wird. Zur Gewinnung von Aloe Gel werden die Blätter an der Basis abgeschnitten und gereinigt. Um ein möglichst Anthranoid-freies Produkt zu erhalten, wird häufig nochmals ein Stück am Blattende entfernt, damit der Blattsaft des Chlorenchyms auslaufen kann. Die Blätter werden dann per Hand "filetiert", d.h. die grünen äußeren Blattpartien durch Schälen entfernt. Die Gewinnung des Gels ("juice") aus dem übrig gebliebenen "Filet" ("pulp") des wasserspeichernden Gewebes erfolgt durch Auspressen und Abfiltrieren (bei vorliegendem Produkt) bzw. durch Extraktion mit heißem Wasser, organischen Lösungsmitteln oder Triglycerid-Kohlenwasserstoffen nach Homogenisieren. Die echte Aloe wird seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke genutzt. Bereits vor 3500 Jahren verwendeten die Ägypter den Blattsaft für Heil- und Pflegebehandlungen der Haut. Im 1. Jhd. nach Chr. empfiehlt der griechische Militärarzt Dioskurides Aloe als universelles Mittel für verschiedenste innere und äußere Anwendungen. Gut 1000 Jahre später, im frühen Mittelalter, beschreibt Hildegard von Bingen Aloe als Heilmittel bei Gelbsucht, Magenerkrankungen und Migräne, gegen Zahnfäule und bei eitrigen Geschwüren. Bis heute ist Aloe Bestandteil pharmakologischer und kosmetischer Zubereitungen. Besonders verbreitet ist die lokale Anwendung von Aloe Vera Gel bei allen Arten von Wunden und Verbrennungen und Sonnenbrand. In Indien wird das frische Gel äußerlich u.a. bei Entzündungen und als Kühlmittel bei Arthritis eingesetzt. ALOE VERA GEL Topische (örtliche) Anwendung von Aloe Vera Gel Die Hauptinhaltsstoffe der Aloe greifen an verschiedenen Positionen in das komplexe Geschehen bei Entzündungen und in die Prozesse der Wundheilung ein. Die traditionelle Anwendung zur Förderung der Wundheilung ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt, besonders Brandwunden unterschiedlichster Genese, aber auch kleinere Verletzungen gelten als klassisches Anwendungsgebiet. In vivo ( am Patienten) Untersuchungen zeigten, dass die lokale Anwendung von Aloe Vera Gel die Wundheilung fördert, indem die Aktivität der Makrophagen und Fibroblasten stimuliert wird. Aloe Vera-Wirkstoffe erhöhen einerseits die Kollagensynthese, andererseits den Kollagenabbau. Es wird angenommen, dass der Wundheilungsprozess insgesamt durch einen erhöhten Kollagen-Turnover im Wundgebiet gefördert wird. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Aloe-Gel sind durch zahlreiche in vitro (im Labor) und in vivo (an Patienten) Studien bewiesen. Die Wirkung entzündungsfördernder Substanzen wie Prostaglandine und Histamin sowie des gefäßerweiternden Bradykinins wird durch das Gel gehemmt. Obwohl letzte Klarheit über die Rolle einzelner Inhaltsstoffe nicht besteht, lässt sich die Wirkung des Gesamtextraktes auch tierexperimentell - zum Beispiel bei künstlich gesetzten Brandwunden - nachweisen. Visuthikosol et al. untersuchten 27 Patienten mit Verbrennungen 2. Grades, die topisch (örtlich) mit Aloe Vera Gel vs. Vaseline behandelt wurden. Die Wunden heilten in der Aloe-Gruppe signifikant schneller. Die durchschnittliche Heilungszeit in der Aloe-Gruppe betrug 11,89 Tage und in der Vaseline-Gruppe 18,19 Tage. In einer Studie mit Aknepatienten konnten Fulton et al. zeigen, dass nach einer Dermabrasion (Hautabschleifung) Aloe Gel die Wundheilung beschleunigte.
Aloe kann zur Förderung der Wundheilung entweder oral oder topisch angewendet werden. In einem Tierexperiment konnte gezeigt werden, dass bei Mäusen, die 100 mg/kg/d Aloe Vera oral über einen Zeitraum von 2 Monaten verabreicht bekamen, der Wunddurchmesser um 62,5% abnahm. In der Gruppe, die topisch mit 25%iger Aloe Vera-Creme behandelt wurden, zeigte sich eine 50,8%ige Reduktion des Wunddurchmessers. Anwendungsgebiete: + Verbrennungen (Sonnenbrand), + schlecht heilende Wunden + Schürfwunden + Hautirritationen + Akne
Inhaltsstoffe: Aloe vera barbadensis miller (98,8%), Deionisiertes Wasser (0,18%), Carbopol (0,8%), Propylenglykol (0,05%), Trieethanolamin (0,05%), Kaliumbenzoat (0,05%), Kaliumsorbat (0,04%), Isopropylalkohol (0,01%), Allantoin (0,01%), Zitronensäure (0,01%) Packungsgröße: 125 ml
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